KI-Zusammenfassung im Google Unternehmensprofil prüfen lassen: Was Unternehmen jetzt tun sollten
Falsche KI-Zusammenfassungen von Google können dem Ruf eines Unternehmens schaden. Erfahren Sie, wann Google haftet und wie Unternehmen gegen rufschädigende AI Overviews vorgehen können.
Lesedauer: 18 Minuten


Wenn Googles KI-Zusammenfassung falsche, rufschädigende Tatsachen über ein Unternehmen verbreitet, kann dies potenzielle Kunden abschrecken. Zum Glück legte ein deutsches Gericht 2026 fest, dass Google für falsche Fakten in KI-Zusammenfassungen haftet. Das Portal ist verantwortlich und kann sich nicht auf seine Neutralität berufen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie gegen eine falsche, ehrschädigende KI-Zusammenfassung vorgehen können. So schützen Sie den Ruf Ihres Unternehmens.
Googles KI-Zusammenfassungen – das Wichtigste in Kürze
- Googles KI beantwortet Fragen, indem sie den Inhalt anderer Websites zusammenfasst. Allerdings enthalten die KI-Antworten oft Fehler. So kommt es vor, dass falsche, ehrschädigende Fakten über Unternehmen frei erfunden werden.
- Bereits 2025 bejahte das LG Frankfurt die Frage, ob Google für AI Overviews haften kann. Diese Entscheidung wurde durch das LG München im Jahr 2026 bestätigt. Google ist für die Inhalte seiner KI verantwortlich.
- Profilpflege hilft, die KI-Zusammenfassungen zu beeinflussen und Fehler zu vermeiden. Die Unternehmensbeschreibung auf Google sollte aktuell und aussagekräftig sein. Auch Bewertungen auf anderen Plattformen spielen eine wichtige Rolle, da diese von Googles KI zitiert werden.
- Sind Unternehmen von einer falschen, rufschädigenden AI Overview betroffen, können sie den Inhalt an Google melden. Ein Rechtsanwalt hilft dabei, stichhaltig zu argumentieren. Außerdem kommen rechtliche Schritte gegen Google infrage. So können Sie durchsetzen, dass Google die falsche Zusammenfassung löscht und nicht erneut veröffentlicht.
Wie funktionieren Googles KI-Zusammenfassungen?
Wer auf Google eine Frage stellt, sieht neuerdings nicht mehr nur die Suchergebnisse. Neben den Treffern zeigt Google auch einen KI-Text an, der die Antwort kurz zusammenfasst. Worauf sich diese „Übersicht mit KI“ stützt, wird durch Quellen wie andere Websites angezeigt.
Dazu ein Beispiel:
Nutzer fragen Google, wie gut ein Unternehmen bewertet wird. Die KI durchforstet nun das Internet nach relevanten Informationen – etwa von Bewertungsseiten, Blogs, YouTube oder Foren wie Reddit.
Hier wird deutlich, dass KI-generierte Antworten über eine klassische Anzeige von Suchtreffern hinausgehen:
- KI kopiert fremde Aussagen nicht nur, sondern fasst sie in eigenen Worten zusammen.
- KI trifft eine Auswahl, welche Websites zitiert werden.
- Sie gibt Lesern Handlungsempfehlungen und beantwortet Fragen.
Warum sind Googles KI-Zusammenfassungen problematisch?
Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz schreitet stetig voran. Dennoch arbeiten KI-Systeme nicht perfekt. Dies räumt auch Google ein.
Unter jeder AI Overview findet sich folgender Disclaimer:
Auf der Hilfe-Seite zur Übersicht mit KI heißt es:
„Auch wenn diese Technologie rasante Fortschritte macht und immer besser wird, kann es dennoch passieren, dass sie fehlerhafte oder anstößige Informationen liefert. Bei Übersichten mit KI können und werden Fehler vorkommen.“
Zu diesen Fehlern gehören:
- Falsche Interpretation von Quellen: KI nennt zwar Quellen, um ihre Aussagen zu untermauern. Doch diese Quellen werden falsch interpretiert. Sie haben oft nichts mit dem Gegenstand der Frage zu tun.
- Fehlende Aktualität: KI nennt Informationen, die veraltet und nicht mehr zutreffend sind. Das ist z. B. der Fall, wenn alte Unternehmensdaten zitiert werden.
- Halluzinationen: KI-Modelle erzeugen Texte basierend auf statistischen Mustern. Sie sagen Wortfolgen voraus und setzen Worte aufgrund dieser Vorerwartungen ein. Sog. Halluzinationen treten vor allem bei dürftiger Datenlage auf. Statt zuzugeben, dass sie eine Antwort nicht weiß, erfindet KI selbst eine Antwort.
Diese Phänomene kommen nicht nur vereinzelt vor. Aktuelle Studien zeigen eine alarmierende Fehlerquote bei KI-Modellen.
- Einer Oumi-Studie zufolge sind 10 % der Google-Zusammenfassungen inkorrekt. Dies entspricht etwa 225 Milliarden falschen Ergebnissen pro Jahr.
- Eine Studie der University of St. Louis zeigte: In 11 % der Fällen stellte Googles KI Aussagen auf, die nicht durch die zitierten Websites gedeckt wurden.
Ein aktueller Fall: Googles KI stellt ein Unternehmen falsch dar.
Besonders gravierend wirken sich KI-Fehler aus, wenn falsche, ehrschädigende Informationen über Unternehmen präsentiert werden.
Mit diesem Problem sah sich unlängst ein Münchner Verlag konfrontiert. In der KI-Übersicht warnte Google vor unseriösen Geschäftspraktiken und behauptete, der Verlag werde „oft als Betrugsmasche wahrgenommen“. Auch von Abo-Fallen, falsch ausgestellten Rechnungen und häufigen Namenswechseln war die Rede. Diese Behauptungen wurden angezeigt, wenn Nutzer das Unternehmen in Kombination mit dem Wort „Betrugsmasche“ suchten.
Der Verlag ging gegen diese Darstellung vor – und konnte vor Gericht nachweisen, dass Googles KI sie frei erfunden hatte. Die zitierten Quellen konnten die falschen, ehrschädigenden Äußerungen nicht untermauern, da sie nichts mit dem Verlag zu tun hatten.
Dies stellte das zuständige Landgericht München vor die Frage, ob Google für falsche KI-Zusammenfassungen haften muss (LG München I, Endurteil v. 28.05.2026 – 26 O 869/26).
Wer haftet für falsche KI-Zusammenfassungen?
Die Rechtslage in Deutschland ist eindeutig: Wer ehrschädigende Tatsachen über eine Person oder ein Unternehmen behauptet, ist für diese Behauptung verantwortlich. Beispiele sind Aussagen wie
- „Das Unternehmen betrügt seine Kunden.“
- „Das Unternehmen lockt Kunden in Abo-Fallen.“
- „Das Unternehmen fordert Geldbeträge, obwohl keine Leistung erbracht wurde.“
Sind diese Äußerungen nicht nachweislich wahr, verletzen sie das Persönlichkeitsrecht. Unternehmen können rechtlich dagegen vorgehen.
Das Problem: KI-Systeme sind keine Menschen. Sie können daher nicht als Urheber oder Verbreiter einer ehrschädigenden Behauptung gelten. Haftbar ist nach aktueller Rechtsprechung der Betreiber der KI – im vorliegenden Fall also Google.
Mehr erfahren Sie in unserer Übersicht Falschaussagen durch KI – wer haftet? Ein Überblick über die aktuelle Rechtslage.
Gelten Googles AI Overviews als eigene Aussagen?
Im vorliegenden Fall ging das Münchner Verlagshaus rechtlich gegen Google vor. Die Begründung: Das Unternehmen sei durch die falsche, ehrschädigende KI-Zusammenfassung in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt worden. Der Verlag beantragte eine einstweilige Verfügung gegen Google. Das Portal sollte so verpflichtet werden, die KI-Übersicht zu entfernen und nicht mehr zu veröffentlichen.
Google wiederum wies die Haftung für seine KI-Übersicht von sich. Folgende Argumente wurden vom LG München berücksichtigt:
Argument 1: KI-Antworten sind keine eigenen Aussagen.
Laut Google tragen AI Overviews lediglich Informationen aus externen Quellen zusammen und geben diese in kondensierter Form wieder. Google macht sich die Inhalte nicht zu eigen, sondern zitiert sie nur. Dafür werden Quellen angegeben. Per Klick auf diese Quellen können Nutzer die präsentierten Informationen selbst überprüfen.
Nach dieser Argumentation fallen KI-Übersichten in dieselbe Kategorie wie Verlinkungen in der Google-Suche. Sie machen Informationen lediglich auffindbar.
Ein Beispiel stellen Suchtreffer dar. Zwar werden diese von Google präsentiert. Der Suchmaschinenriese ist jedoch nicht für deren Inhalt verantwortlich. Bereits 2018 legte der Bundesgerichtshof fest:
„Wegen ihrer essentiellen Bedeutung für die Nutzbarmachung des Internets dürfen keine Prüfpflichten statuiert werden, die den Betrieb von Suchmaschinen gefährdeten oder unverhältnismäßig erschwerten. Die Annahme einer – praktisch kaum zu bewerkstelligenden – allgemeinen Kontrollpflicht würde die Existenz von Suchmaschinen als Geschäftsmodell, das von der Rechtsordnung gebilligt worden und gesellschaftlich erwünscht ist, ernstlich in Frage stellen.“ (BGH, Urteil v. 27.02.2018 – Az. VI ZR 489/16)
Suchmaschinen müssen nicht nachprüfen, ob Suchtreffer rechtswidrig sind – also z. B. unwahre, ehrschädigende Tatsachen enthalten.
Das LG München gab der Argumentation nicht statt. Folgende Gründe waren für das Urteil entscheidend:
- Googles KI hatte die Informationen nicht nur wiedergegeben, sondern „in eigenen Worten und nach einer eigenen Gliederung zusammengefasst und ausgewertet präsentiert.“
- Dafür sprach auch die Bejahung der Anfrage. In der KI-Zusammenfassung hieß es: „Ja, es gibt Hinweise auf Betrugsmaschen und unseriöse Praktiken im Zusammenhang mit dem Verlagshaus24.“
- Google hatte Lesern auch Handlungsempfehlungen gegeben, um sich gegen die angebliche Betrugsmasche zur Wehr zu setzen.
- Zwar belegte Googles KI ihre Aussagen mit Links zu anderen Websites. Diese Links enthielten die fraglichen Aussagen jedoch nicht. Einige Links hatten überhaupt nichts mit dem Verlagshaus zu tun.
Aus diesen Gründen ging Googles KI-generierte Zusammenfassung laut LG München über eine reine Darstellung von Suchergebnissen hinaus. Es handelte sich stattdessen um eine eigene Aussage, für die Google verantwortlich war.
Argument 2: Google muss KI-Zusammenfassungen nicht prüfen.
Wie bereits erwähnt, müssen Plattformen wie Google nicht prüfen, ob ihre Suchergebnisse gesetzeskonform sind. Dies wäre aufgrund der Fülle an Treffern auch unmöglich.
Für KI-Zusammenfassungen sieht der Gesetzgeber dagegen eine strengere Prüfpflicht vor. Das LG München legte in seinem Urteil fest:
„Der Inhalt dieser neuen, durch die von der Verfügungsbeklagten angebotene KI selbst getroffenen Äußerungen ist einer Prüfung der Verfügungsbeklagten – und sei es durch entsprechende Kontrollmechanismen – durchaus möglich, zumindest durch einen Abgleich der zugrunde gelegten Internetseiten Dritter mit den darauf fußenden eigenen Äußerungen.“
Anders gesagt: Google müsste prüfen, ob die eigene KI lediglich Inhalte aus anderen Quellen wiedergibt oder diese Inhalte selbst erfindet.
Argument 3: Google hat keinen Einfluss auf KI-Zusammenfassungen.
KI-Tools unterscheiden sich in einem wichtigen Punkt von traditionellen Computerprogrammen: Sie folgen keinen starren Routinen, um Befehle auszuführen. Stattdessen arbeiten sie autonom. Experten sprechen vom sog. Black Box-Problem: Zu welchem Ergebnis ein KI-Bot kommt – beispielsweise bei der Beantwortung einer Frage – kann von den Entwicklern und Betreibern nie komplett vorhergesagt werden. Die KI besitzt ein Eigenleben.
Jedoch kann sich Google nicht auf dieses Eigenleben berufen, um sich von den Ergebnissen seiner KI zu distanzieren. Da Google eine selbst entwickelte KI nutzt, ist der Suchmaschinenriese auch für deren Äußerungen verantwortlich. So entschied bereits das Landgericht Kiel im Jahr 2024:
„Die Beklagte kann sich nicht darauf zurückziehen, sie sei an diesem automatischen Vorgang nicht beteiligt gewesen, weil sie sich bewusst zur Beantwortung von Suchanfragen ihrer Nutzer einer künstlichen Intelligenz bedient hat, die in Fällen wie diesem unzulänglich programmiert war [...]“
(LG Kiel, Urt. v. 29.2.2024, Az. 6 O 151/23)
Das LG München argumentierte 2026 ähnlich:
„Da die Verfügungsbeklagte die Künstliche Intelligenz selbst eingeführt hat und den Nutzenden anbietet, muss sie sich deren Ergebnisse auch zurechnen lassen, denn nur sie hat Einfluss auf das Angebot der KI und auf die Algorithmen, mit denen die KI operiert.“
(LG München I, Endurteil v. 28.05.2026 – 26 O 869/26)
Argument 4: KI-Zusammenfassungen sind durch Leser überprüfbar.
Ein weiteres Gegenargument, das vom LG München berücksichtigt wurde, waren die Quellenangaben.
Googles KI-Zusammenfassung belegt die Äußerungen mit Links zu anderen Websites. Leser können darauf klicken und überprüfen, ob sich die Äußerungen der KI mit Quellen decken. Theoretisch ließen sich Falschaussagen so leicht erkennen.
Das LG München gab dieser Argumentation jedoch nicht statt. Laut Gericht „entbindet die Möglichkeit, dass eine Äußerung durch weitere Recherchen falsifiziert werden kann, regelmäßig nicht von der Haftung für diese Äußerung“.
Damit trug das Gericht auch der Tatsache Rechnung, dass viele Leser Googles KI-Zusammenfassungen lediglich überfliegen und keine Veranlassung sehen, sie nachzuprüfen.
Interessant ist in diesem Kontext, dass Googles Disclaimer zur Fehleranfälligkeit seiner KI im Gerichtsurteil keine Erwähnung fand. Dies legt den Schluss nahe: Google kann nicht einräumen, dass seine KI Fehler macht und sich dadurch der Haftung für deren Aussagen entziehen.
Argument 5: KI-Zusammenfassungen fallen unter die Meinungsfreiheit.
Ein weiteres Gegenargument, mit dem sich das LG München auseinandersetzte, kann folgendermaßen zusammengefasst werden:
„Googles KI-Zusammenfassungen stellen subjektive Meinungsäußerungen dar. Sie sind daher durch Art. 5 GG geschützt und erlaubt.“
Hier spielt der Unterschied zwischen Meinungsäußerungen und Tatsachenbehauptungen eine wichtige Rolle.
Während Meinungsäußerungen das subjektive Empfinden des Verfassers wiedergeben, beziehen sich Tatsachenbehauptungen auf objektive Fakten. Diese sind dem Beweis zugänglich – also entweder richtig oder falsch.
Folgende Beispiele können dies verdeutlichen:
| Meinungsäußerung | Tatsachenbehauptung |
|---|---|
| „Meine Erfahrungen mit dem Unternehmen waren negativ.“ | „Das Unternehmen wurde 2020 gegründet.“ |
| „Ich finde die angebotenen Dienstleistungen zu teuer.“ | „Das Unternehmen hat mir für die Dienstleistung mehr berechnet als ausgemacht.“ |
| „Das Unternehmen macht keinen seriösen Eindruck.“ | „Das Unternehmen betrügt seine Kunden.“ |
Im vorliegenden Fall wertete das LG München Googles KI-Zusammenfassung als Meinungsäußerung. Als solche ist diese durch Art. 5 GG geschützt.
Jedoch gibt es eine Einschränkung:
Entscheidend ist laut LG München, „ob es sich um eine auf wahren Anknüpfungstatsachen beruhende Schlussfolgerung oder um eine willkürlich aus der Luft gegriffene Wertung handelt.“
Anders gesagt: Auch Meinungsäußerungen müssen auf Fakten basieren, wenn sie geeignet sind, dem Ansehen von Personen oder Unternehmen zu schaden.
Gerade diese Faktengrundlage fehlte bei Googles KI-Zusammenfassung. Zwar zitierte die KI für ihre Aussage, die Geschäftspraktiken des Verlagshauses seien unseriös, andere Quellen. Doch diese Quellen lieferten keine Belege für unseriöse Geschäftspraktiken. Damit war die „Meinung“ der KI aus der Luft gegriffen und nicht mehr durch Art. 5 GG geschützt.
Zusammenfassung – warum haftet Google für KI-Zusammenfassungen?
| Argumente gegen eine Haftung | Urteil des LG München |
|---|---|
| KI-Zusammenfassungen geben lediglich die Aussagen Dritter wieder. | NEIN. Googles KI fasst die Aussagen Dritter nach einer eigenen Gliederung zusammen und präsentiert diese ausgewertet. |
| KI-Zusammenfassungen sind wie die Suchergebnisse in einer Google-Suche zu werten. | NEIN. KI-Zusammenfassungen gehen über Suchergebnisse hinaus. Sie stellen eine eigene Aussage dar. |
| Google haftet nicht für KI-Zusammenfassungen, da diese automatisiert erstellt werden. | NEIN. Die Autonomie von KI-Modellen befreit Google nicht von der Pflicht, deren Aussagen zu prüfen. |
| Google haftet nicht, da es selbst auf die Fehleranfälligkeit von KI-Zusammenfassungen hinweist. Leser können die Zusammenfassung mit den zitierten Quellen abgleichen und so deren Wahrheitsgehalt überprüfen. | NEIN. Die KI-Zusammenfassung ist auch ohne Quellenangaben verständlich. Leser haben keine Veranlassung, sie zu prüfen. |
| KI-Zusammenfassungen stellen Meinungsäußerungen dar, die durch Art. 5 GG gedeckt und damit erlaubt sind. | NEIN. Auch Meinungsäußerungen müssen einen tatsächlichen Anknüpfungspunkt haben. Dieser ist nicht gegeben, wenn Googles KI Fakten frei erfindet. |
Welche Folgen hat eine falsche AI Overview?
Falsche, ehrschädigende Behauptungen können dem Ruf eines Unternehmens empfindlich schaden. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Behauptungen von Menschen oder KI stammen. Viele Nutzer vertrauen den Aussagen künstlicher Intelligenz und prüfen diese nicht nach.
Dies zeigte eine Studie der Marketing-Agentur NP Digital. 41 % der Befragten vertraute Googles KI-Zusammenfassung ebenso sehr wie klassischen Snippets und Links – 31 % sogar mehr.
Die Konsequenzen liegen auf der Hand. Wird Ihr Unternehmen in Googles KI-Zusammenfassung negativ dargestellt, kann dies potenzielle Kunden, aber auch Partner und Investoren abschrecken. Ein erheblicher Imageverlust sowie weniger Umsätze sind die Folge.
Dazu kommt: KI-Inhalte können gezielt zur Rufschädigung eingesetzt werden. Zwar lässt sich Googles AI Overview nicht direkt beeinflussen. Doch eine indirekte Einflussnahme ist möglich. Evtl. verbreitet die Konkurrenz Fehlinformationen auf häufig zitierten Websites wie Reddit oder YouTube. Googles KI wiederum zitiert diese Quellen und gibt somit ein negativ gefärbtes Bild des Unternehmens wieder.
Haben Unternehmen Einfluss auf die KI-Suche?
Diese Frage lässt sich mit „Ja“ und „Nein“ beantworten. Zwar können KI-Zusammenfassungen nicht direkt bearbeitet werden. Unternehmen haben jedoch einen gewissen Einfluss darüber, welche Informationen Googles KI anzeigt.
Ein Beispiel sind die Angaben im Unternehmensprofil. Dort können sich Unternehmen genauer vorstellen. Maximal 750 Zeichen sind für Unternehmensbeschreibungen erlaubt. Sie sollten darauf achten, dass die Beschreibung aussagekräftig und aktuell ist. Sonst könnte Googles KI-Zusammenfassung Fehler übernehmen.
Sie können die Unternehmensbeschreibung ändern, indem Sie im Menü „Profil bearbeiten“ auf „Info“ klicken. Danach erfolgt eine redaktionelle Prüfung durch Google. Diese dauert meist nur einige Minuten.
Doch nicht nur die Angaben des Unternehmensprofils fließen in Googles AI Overview ein. Google nutzt auch externe Quellen wie Artikel, Blog-Posts und Bewertungen, um Unternehmen darzustellen. Werden Sie auf Portalen wie Trustedshops, Check24 oder Golocal negativ bewertet, könnte Googles KI dieses Feedback übernehmen. Es ist daher doppelt wichtig, gegen negative Bewertungen vorzugehen, wenn sie rechtswidrig sind und dem eigenen Ruf schaden.
Wie können Unternehmen gegen falsche KI-Zusammenfassungen vorgehen?
Schritt 1: Beweise sichern
KI-Zusammenfassungen werden ständig aktualisiert und geändert. Darum empfiehlt es sich, den Rechtsverstoß – also die falsche, rufschädigende KI-Zusammenfassung – zu dokumentieren. Sie können entweder einen Screenshot erstellen oder die Zusammenfassung als PDF-Dokument speichern. Folgende Informationen sind wichtig:
- Text und Datum der Zusammenfassung
- Suchbegriff (Welcher Suchbegriff führte dazu, dass die Zusammenfassung erschien?)
- zitierte Links
So sichern Sie die Beweislage für den Fall, dass Sie rechtlich gegen Google vorgehen müssen, die KI-Zusammenfassung aber bereits geändert wurde.
Schritt 2: KI-Zusammenfassung an Google melden
Falsche Informationen können direkt über die Feedback-Funktion an Google gemeldet werden. Sie finden diese Funktion, indem Sie auf das Dreipunkt-Menü links neben der KI-Zusammenfassung klicken.

Anschließend wählen Sie „Feedback“ und geben an, warum Sie den Inhalt melden.

Auch ein Textfeld ist vorhanden. Dort müssen Sie darlegen, warum die KI-Zusammenfassung gegen geltendes Recht verstößt und gelöscht werden muss.
Das Meldeformular steht allen Nutzern offen. Sobald Google über eine rechtswidrige KI-Zusammenfassung informiert wurde, muss es diesen Inhalt prüfen und löschen – z. B. wenn dort aufgestellte Behauptungen nicht der Wahrheit entsprechen.
Leider beobachten wir immer wieder folgende Probleme:
- Juristischen Laien fällt es schwer, gegenüber Google zu argumentieren. Geben Sie den falschen Grund an, kann dies die Löschung hinauszögern oder sogar dazu führen, dass Google den Löschantrag ablehnt.
- Oft reagieren Hostprovider nur langsam oder gar nicht auf die Anfragen von Nicht-Juristen.
- Selbst wenn die rufschädigende KI-Zusammenfassung gelöscht oder geändert wird, garantiert dies keinen Rechtsschutz. Die Zusammenfassung könnte später erneut in der Google-Suche auftauchen.
Aus diesen Gründen kann es sich empfehlen, juristische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Schritt 3: KI-Zusammenfassung von einem Anwalt löschen lassen
Sollte das Meldeverfahren keinen Erfolg haben, kommen weitere Schritte infrage. Ihr Rechtsanwalt kann Google abmahnen und zur Unterzeichnung einer strafbewehrten Unterlassungserklärung auffordern. Damit verpflichtet sich Google, die rechtswidrige KI-Zusammenfassung zu entfernen und nicht erneut zu veröffentlichen.
Alternativ oder als Folgeinstrument kommt auch eine einstweilige Verfügung infrage. Dieses Eilverfahren wird vor Gericht erwirkt und verpflichtet Google, die rechtswidrige KI-Zusammenfassung zu löschen. Der Vorteil: Im Vergleich zu regulären Klagen, die oft Wochen oder Monate in Anspruch nehmen können, wird eine einstweilige Verfügung innerhalb weniger Tage erlassen. Sie erhalten daher schnellen Rechtsschutz.
Ein weiterer Vorteil: Google muss den rechtswidrigen KI-Inhalt nicht nur löschen – sondern auch dafür Sorge tragen, dass er nicht erneut erscheint. Ansonsten droht ein vom Gericht festgelegtes Ordnungsgeld.
Wichtig ist jedoch schnelles Handeln. Eine einstweilige Verfügung setzt Dringlichkeit voraus. Sie sollte beantragt werden, sobald Google den Löschantrag abgelehnt hat.
Sie wollen gegen eine falsche KI-Zusammenfassung vorgehen? Wenden Sie sich an uns!
Falsche, rufschädigende KI-Zusammenfassungen müssen Sie nicht hinnehmen. Lassen Sie sich stattdessen vom Profi unterstützen. Als Rechtsanwaltskanzlei mit Fokus auf IT- und Medienrecht haben wir bereits hunderte von Gerichtsverfahren gegen Google gewonnen. So konnten wir den Ruf unserer Mandanten schützen und dafür sorgen, dass rechtswidrige Inhalte gelöscht werden. Kontaktieren Sie uns noch heute und profitieren Sie von unserer kostenlosen Erstberatung!
Unser Team freut sich auf Ihre Anfrage.
E-Mail: reputation@dein-ruf.de
Tel. +49 (0) 30 29 68 11 18
WhatsApp: +49 160 97 21 12 27
FAQ: Häufige Fragen zur KI-Zusammenfassung im Google Unternehmensprofil
Enthalten Googles KI-Zusammenfassungen Fehler?
Ja. Google räumt selbst ein, dass seine KI-Zusammenfassungen Fehler aufweisen können. Besonders gravierend sind sog. Halluzinationen. Dabei gibt die KI keine Informationen aus anderen Quellen wieder, sondern erfindet diese selbst.
Können Unternehmen eine fehlerhafte KI-Zusammenfassung selbst ändern?
Nein. Da Googles AI Overviews automatisch erstellt werden, lassen sie sich nicht ändern. Unternehmen können lediglich indirekt Einfluss darauf nehmen, wie sie im Internet dargestellt werden – und z. B. positive Bewertungen sammeln, die dann von der KI zitiert werden.
Haftet Google für fehlerhafte KI-Zusammenfassungen?
Ja. Das LG München urteilte 2026, dass Google für fehlerhafte KI-Zusammenfassungen haften kann. Dies ist z. B. der Fall, wenn die KI falsche, rufschädigende Angaben zu einem Unternehmen macht. Dann ist Google für den Rechtsverstoß verantwortlich.
Kann ich eine falsche KI-Zusammenfassung löschen lassen?
Ja. Sie können die KI-Zusammenfassung direkt an Google melden und löschen lassen – oder einen Rechtsanwalt beauftragen. Dieser wird Sie gegenüber Google vertreten und die juristische Argumentation übernehmen. Auch Rechtsmittel wie eine Abmahnung oder einstweilige Verfügung kommen infrage.