Wie kann ich negative OMR-Bewertungen löschen lassen?
Negative OMR-Bewertungen müssen Sie nicht hinnehmen. Erfahren Sie, welche Rezensionen auf OMR Reviews verboten sind und wie Sie diese rechtssicher löschen lassen.
Lesedauer: 11 Minuten


Negative OMR-Bewertungen lassen sich löschen, wenn sie gegen die Richtlinien des Portals oder geltendes Recht verstoßen. In diesen Fällen ist OMR verpflichtet, die Bewertung zu entfernen. Ein Anwalt hilft Ihnen, diesen Anspruch zuverlässig durchzusetzen.
OMR Reviews zählt zu den wichtigsten Plattformen für B2B-Software-Bewertungen im DACH-Raum. Eine schlechte Rezension kann hier viel Schaden anrichten – vor allem, wenn sie unwahr oder rechtswidrig ist. In dieser Übersicht erfahren Sie, welche Bewertungen auf OMR verboten sind und wie Sie rechtswidrige Reviews erfolgreich löschen lassen.
OMR-Bewertungen löschen lassen – die 5 wichtigsten Punkte
- Nicht jede negative Bewertung auf OMR lässt sich löschen. Subjektive Meinungen und wahre Tatsachenbehauptungen müssen meist hingenommen werden.
- Nicht erlaubt sind hingegen falsche, ehrschädigende Behauptungen, Beleidigungen und Schmähkritik.
- Bewertungen ohne Kundenkontakt sind ebenfalls verboten. Im Kontext von OMR heißt das: Nur Personen, die eine Software tatsächlich genutzt haben, dürfen diese bewerten.
- OMR muss Bewertungen prüfen, sobald das Portal über den Rechtsverstoß informiert wird. Dafür können Sie OMR direkt anschreiben oder einen Rechtsanwalt beauftragen.
- Juristische Hilfe empfiehlt sich besonders bei komplexen Sachverhalten, wenn OMR Reviews nicht reagiert oder sich weigert, eine rechtswidrige Bewertung zu löschen.
Was ist OMR Reviews?
OMR Reviews ist eine führende Plattform für B2B-Software-Bewertungen im DACH-Raum. Die Seite wurde vom Hamburger Unternehmen Software Reviews GmbH ins Leben gerufen und hilft Nutzern beim Software-Vergleich. Dabei richtet sich OMR primär an Geschäftskunden. Erklärtes Ziel der Plattform ist es, Software-Erfahrungen für Unternehmen sichtbar zu machen. Darüber hinaus betreibt OMR einen eigenen Podcast, einen Content Hub mit Fachartikeln sowie Webinare.
Hilfe bei Software-Entscheidungen
Die Website omr.com präsentiert Software in mehr als 100 Kategorien: von KI-Tools über Sicherheitssoftware bis zu Übersetzungen und Online-Verkaufsplattformen.
Leser finden zu jeder Software-Lösung eine Beschreibung sowie eine Übersicht über die Features, Preise und Alternativen. Zu den bekanntesten Software-Lösungen gehören Miro (führend in Visual Collaboration Platforms) und Shopify im E-Commerce-Bereich.
Business-Lösungen für Unternehmen
OMR Reviews beschränkt sich nicht auf Software-Kategorien. Auf dem Portal können sich auch Anbieter von Business Services genauer vorstellen: z. B. B2B Marketing-Agenturen, Webdesigner oder Firmen, die B2B-Tech-Content anbieten.
Wie funktionieren Bewertungen auf OMR Reviews?
Ein Key-Feature von OMR Reviews ist die Bewertungsfunktion. User können Tools auf der Plattform bewerten. Dabei nutzt OMR – wie die meisten Bewertungsportale – ein Sterne-System. 1 Stern entspricht der schlechtesten, 5 Sterne der besten Note.
Bewertungen werden anhand von 4 Kategorien vergeben:
- Benutzerfreundlichkeit
- Kundensupport
- Erfüllung der Anforderungen
- Einfache Einrichtung
Außerdem müssen Rezensenten angeben, was ihnen am besten gefällt, was ihnen nicht gefällt und welche Probleme sie mit dem Produkt lösen.
Aus den abgegebenen Bewertungen berechnet OMR Reviews einen Durchschnitt von 1–5, der direkt neben dem Namen der Software angezeigt wird.
Wer darf eine Bewertung auf OMR Reviews schreiben?
OMR hat den Anspruch, verifizierte Bewertungen und Rankings für Software zu veröffentlichen. Das spiegelt sich in den Nutzungsbedingungen wider: Nur echte Tool-Anwender – also Personen, die die Software tatsächlich nutzen oder genutzt haben – dürfen eine Bewertung abgeben.
Aus diesem Grund führt OMR für jede Rezension eine Identitätsprüfung durch. Das Portal weist in den Richtlinien darauf hin:
„Um sicherzustellen, dass Reviews von echten Tool-Anwender*innen stammen, überprüfen wir die Identität aller Bewertenden anhand ihres Namens sowie ihrer E-Mail-Adresse oder ihres LinkedIn™-Kontos.“
Damit ist das Bewertungssystem auf den ersten Blick geschlossener als z. B. bei Google Maps, das keine Identitätsprüfung durchführt. Die Identitätsprüfung hat jedoch Einschränkungen: Ob ein Rezensent die Software tatsächlich genutzt hat, kann OMR nicht feststellen. Dafür wären weitergehende Nachweise wie Rechnungen oder Nutzerprofile nötig, die in den OMR-Richtlinien unerwähnt bleiben.
Warum sind positive OMR-Rezensionen so wichtig?
Viele B2B-Kunden vertrauen beim Software-Vergleich auf die Bewertungen anderer Nutzer. OMR spielt hierbei eine große Rolle – und zwar aus folgenden Gründen:
Große Reichweite von OMR
OMR Reviews gehört zu den führenden Plattformen für B2B-Software-Bewertungen im DACH-Raum. Das zeigt die Online-Followerschaft und Sichtbarkeit auf Social Media:
OMR kann 4.500 Instagram-Follower sowie fast 12.000 LinkedIn-Follower vorweisen. Dazu kommen ganze 24.000 Newsletter-Lesende pro Ausgabe.
Auch die Anzahl der Software-Bewertungen unterstreicht die Wichtigkeit von OMR Reviews:
| Software | Anzahl der Bewertungen (Stand: Juni 2026) |
|---|---|
| HubSpot Sales Hub | 520 |
| Canva | 708 |
| Notion | 299 |
Dazu kommt die Offline-Präsenz von OMR. Jährlich findet in Hamburg das OMR-Festival statt: eines der größten Branchen-Events für digitales Marketing und E-Commerce in Europa. Allein im Jahr 2025 waren dort 67.000 Besucher zu Gast.
OMR Review Badges
Wer auf OMR positiv bewertet wird, kann sich in den Suchergebnissen höher platzieren als Konkurrenten – und daher mehr Interessenten anziehen. Das gilt vor allem dann, wenn ein Anbieter das OMR Review Badge erhält. Dieses Gütesiegel wird quartalsweise vergeben und zeichnet Anbieter mit hoher Kundenzufriedenheit aus. Positive Bewertungen spielen dafür eine entscheidende Rolle.
OMR Top 100
Eine weitere Möglichkeit, mehr Sichtbarkeit zu erlangen, ist eine Platzierung in den OMR Top 100. Diese Rangliste präsentiert die 100 bestbewerteten Software-Lösungen pro Kalenderjahr. Ausschlaggebend ist sowohl der Bewertungsdurchschnitt als auch die Anzahl der Bewertungen.
Wie können sich negative Bewertungen auswirken?
Negative Bewertungen können dafür sorgen, dass Ihre Software im Ranking absteigt und hinter Konkurrenzprodukten angezeigt wird. Das gilt vor allem für neue Tools, die noch nicht viel Feedback vorweisen können. Bereits eine schlechte Bewertung senkt den Gesamtdurchschnitt drastisch. Im hart umkämpften B2B Software-Markt bedeutet das: Viele Kunden entscheiden sich für eine alternative Lösung. Auch potenzielle Partner und Investoren werden durch negative Rezensionen abgeschreckt. Weniger Umsatz kann die Folge sein.
Welche Bewertungen sind auf OMR verboten?
Wer im Internet Bewertungen abgibt, muss sich sowohl an die Richtlinien des Portals (in diesem Fall OMR) als auch an geltendes Recht in Deutschland halten. Unter anderem sind folgende Beiträge verboten:
Beleidigungen und Schmähkritik
Offensichtliche Beleidigungen werden auf Bewertungsplattformen wie OMR meist automatisch blockiert. Dafür sorgen Wortfilter, die Beiträge auf unflätige Formulierungen prüfen. Doch nicht jede Beleidigung ist so offensichtlich.
Eine subtilere Form stellt die Schmähkritik dar. Hierbei werden Personen oder Unternehmen diffamiert, ohne dass die Auseinandersetzung mit einer Sache stattfindet. Ein Beispiel wären Aussagen wie: „Das Team ist komplett unfähig und betrügerisch.“
Wichtig: Die Entscheidung, ob es sich um Schmähkritik handelt, kann nur im Einzelfall getroffen werden. Selbst harsche, polemische Formulierungen wurden von Gerichten in der Vergangenheit erlaubt, wenn ein Sachbezug erkennbar war: z. B. die Kritik am Verhalten von Dienstleistern.
Mehr erfahren Sie in unserem Artikel Was ist Schmähkritik – und welche Äußerungen fallen darunter?
Falsche Tatsachenbehauptungen
Die Meinungsfreiheit genießt in Deutschland einen hohen Schutz. Dies gilt auch für Bewertungsportale wie OMR. Kunden dürfen ihre persönliche Meinung zu Software-Lösungen und Dienstleistungen teilen.
Strengere Anforderungen gelten für Tatsachenbehauptungen – also Behauptungen, die objektiv wahr oder falsch sind. Verletzen diese Behauptungen andere Personen in ihrer Ehre, müssen sie sich beweisen lassen.
Folgende Beispiele können den Unterschied zwischen Meinungsäußerungen und Tatsachenbehauptung illustrieren:
| Bewertung | Einordnung |
|---|---|
| „Das Tool war mir zu kompliziert.“ | subjektive Meinung |
| „Der Support hat mir nicht schnell genug geholfen.“ | subjektive Meinung |
| „Ich finde das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht gut.“ | subjektive Meinung |
| „Ich würde das Tool nicht weiterempfehlen.“ | subjektive Meinung |
| „Diese Agentur betrügt ihre Kunden.“ | ehrschädigende Behauptung |
| „Die Firma hat meine persönlichen Daten weitergegeben.“ | ehrschädigende Behauptung |
| „Es handelt sich um eine illegale Scheinfirma.“ | ehrschädigende Behauptung |
Die Beweislast liegt beim Verfasser. Wer beispielsweise online behauptet, eine Firma würde Kunden betrügen, muss diese Behauptung beweisen können. Nicht nachweislich wahre, ehrschädigende Behauptungen verletzen das Persönlichkeitsrecht. Sie sind nach §186 StGB (üble Nachrede) auch strafrechtlich relevant. Weiß der Verfasser selbst um die Unwahrheit seiner Aussage, greift §187 StGB (Verleumdung).
Bewertungen ohne Kundenkontakt
Wie bereits erwähnt, erlaubt OMR nur Reviews von Personen, die das bewertete Tool tatsächlich genutzt haben. Dies ist auch juristisch relevant.
Zwar fallen Meinungsäußerungen unter den Schutzbereich von Art. 5 GG. Doch sie müssen einen tatsächlichen Anknüpfungspunkt haben. Das heißt beispielsweise: Wer nie Kontakt mit einem Unternehmen bzw. dessen Leistungen hatte, darf dieses Unternehmen auch nicht bewerten (vgl. LG Hamburg, Urteil vom 12.01.2018 – 324 O 63/17).
OMR Reviews muss im Streitfall nachweisen, dass hinter der Rezension ein echter Nutzer steckt. Andernfalls wäre die Rezension rechtswidrig.
Wichtig: Laut eigenen Angaben lehnt OMR viele Bewertungen von vorneherein ab, weil Zweifel am Kundenkontakt bestehen. Dies ersetzt jedoch nicht die gesetzlich geforderte Prüfpflicht. Wird das Portal auf eine Fake-Bewertung hingewiesen, muss es den Kundenkontakt überprüfen und Belege vom Verfasser fordern, die den Kontakt bestätigen. Ansonsten haftet OMR für den Rechtsverstoß.
Bewertung von Mitbewerbern
Jemand, der eigene Erfahrungen mit einer Software gemacht hat, darf eine Bewertung abgeben. Dies gilt jedoch nicht, wenn die Software von einem Mitbewerber stammt. Dann würde ein Interessenskonflikt vorliegen. Auch das Bewerten eigener Software ist auf OMR verboten.
Verstöße gegen den Datenschutz
Rezensenten dürfen in ihrer Bewertung keine personenbezogenen Daten nennen. Darunter fallen z. B. Klarnamen, Adressen, Telefonnummern oder andere Informationen, die eine Person eindeutig identifizierbar machen.
Weitere Verstöße
Auch die folgenden Inhalte sind durch OMRs Community Guidelines ausgeschlossen:
| Verstoß | Beispiel |
|---|---|
| Bewertungen unter falschem Namen | Nicht der Rezensent, sondern ein Familienmitglied, hat die Software genutzt. |
| Duplikate | Die Bewertung wurde aus einer externen Quelle kopiert. |
| Förderung wettbewerbswidriger Handlungen | Die Bewertung enthält Werbung für ein rechtswidriges Schneeball-System. |
| Verletzung der Rechte Dritter | Die Bewertung enthält urheberrechtlich geschütztes Material. |
Wie kann ich eine negative OMR-Bewertung löschen lassen?
Verstößt eine Bewertung gegen die OMR-Richtlinien und/oder geltendes Recht, muss sie gelöscht werden. Dieser Anspruch lässt sich auf zwei Arten durchsetzen:
Bewertung per E-Mail an OMR melden
Als Hostprovider ist OMR verpflichtet, auf die Beanstandung von Inhalten zu reagieren, diese zu prüfen und ggf. zu löschen. Für diese Beanstandung oder Rüge ist keine spezielle Form vorgeschrieben. Sie können sich beispielsweise per E-Mail an den OMR-Support wenden.
Damit die Beanstandung bearbeitet werden kann, sollte sie ausreichend konkret sein – also folgende Angaben enthalten:
- eigene Kontaktdaten inklusive OMR-Nutzerprofil
- Verfasser, Datum und Text der Bewertung (idealerweise als Screenshot)
- Grund, warum die Bewertung gelöscht werden muss.
Vor allem der letzte Punkt stellt juristische Laien oft vor Herausforderungen. Ein allgemeiner Grund wie „die Bewertung ist rechtswidrig“ reicht nicht aus. Der Rechtsverstoß muss konkret dargelegt werden.
Allerdings hat der Bundesgerichtshof die Darlegungspflicht eingeschränkt (vgl. BGH, Urteil vom 09.08.2022, VI ZR 1244/20). In diesem Urteil war der Streitpunkt mangelnder Kundenkontakt. Der BGH entschied:
„Grundsätzlich genügt ein Bestreiten des Kundenkontakts, um die Prüfpflichten des Bewertungsportals auszulösen. Eine Begründung, warum der Kundenkontakt bestritten wird, muss nicht dargelegt werden. Dies gilt selbst dann, wenn Angaben vorliegen, die für einen Kontakt sprechen.“
Was bedeutet das für Rezensionen auf OMR?
Software-Anbieter könnten eine Bewertung mit folgendem Grund beanstanden:
„Die Bewertung stammt von einem Rezensenten, der nie eigene Erfahrungen mit unserem Produkt gemacht hat.“
Wichtig: Eine solche Beanstandung führt nicht automatisch dazu, dass die Bewertung gelöscht wird. Sie zwingt OMR jedoch dazu, den Verfasser zu kontaktieren und eine Stellungnahme zu verlangen. Erfolgt keine Stellungnahme, muss OMR die Bewertung löschen.
Äußert sich der Verfasser hingegen und liefert Nachweise für einen Kundenkontakt (z. B. die Nutzung der Software), leitet OMR diese Nachweise an den Software-Anbieter weiter. Dieser muss nun selbst eine Stellungnahme abgeben. Anschließend trifft OMR eine Entscheidung. Die Bewertung wird entweder gelöscht oder nicht.
Bewertung von einem Rechtsanwalt löschen lassen
Theoretisch können Sie rechtswidrige Bewertungen selbst an OMR melden. In der Praxis beobachten wir jedoch häufig, dass dieser Weg nicht zum Erfolg führt.
Vor allem bei komplexen Sachverhalten fällt es Laien schwer, den richtigen Grund für die Beanstandung zu wählen. Handelt es sich z. B. um eine falsche Tatsachenbehauptung oder Schmähkritik? Wer bei der Argumentation Fehler macht, riskiert, dass OMR die Prüfung der Rezension ablehnt.
Auch der zeitliche Rahmen ist entscheidend. Bewertungsportale reagieren oft nur langsam auf die Anfragen von Nicht-Juristen. Es kann mehrere Tage oder gar Wochen dauern, bis das Portal eine Entscheidung trifft. Die Folge: So lange bleibt die Fake-Bewertung online und schadet Ihrer Reputation.
Als Rechtsanwaltskanzlei mit Fokus auf IT- und Medienrecht unterstützen wir Sie. Wir sorgen dafür, dass OMR seine Prüfpflicht innerhalb einer angemessenen Frist einhält. Sollte keine Prüfung erfolgen oder wird eine Bewertung trotz Rechtsverstoß nicht entfernt, können wir weitere rechtliche Schritte für Sie ergreifen.
Sie haben eine rechtswidrige Bewertung auf OMR erhalten? Dann wenden Sie sich noch heute an uns und profitieren Sie von unserer kostenlosen Erstberatung.
Unser Team freut sich auf Ihre Anfrage.
E-Mail: reputation@dein-ruf.de
Tel. +49 (0) 30 29 68 11 18
WhatsApp: +49 160 97 21 12 27
FAQ: Negative OMR-Bewertungen löschen lassen
Kann ich jede negative Bewertung auf OMR löschen lassen?
Nein. Bewertungen auf OMR Reviews können negativ, aber trotzdem zulässig sein. Dies gilt z. B. für subjektive Meinungsäußerungen. Werden jedoch Tatsachen behauptet, die dem Ruf eines Software-Anbieters schaden und nicht erwiesenermaßen wahr sind, liegt ein Rechtsverstoß vor. Die Bewertung muss dann entfernt werden. Dasselbe gilt für Beleidigungen, Schmähkritik oder Bewertungen ohne Kundenkontakt.
Muss ich beweisen, dass der Bewerter kein Kunde war?
Nein. Die Beweispflicht liegt nicht bei Ihnen, sondern bei OMR. Das Portal muss nachweisen, dass die Bewertung von einem tatsächlichen Nutzer des Tools bzw. der Dienstleistung stammt. Dafür muss OMR eine Stellungnahme und Nachweise vom Bewerter verlangen. Voraussetzung ist eine Rüge – z. B. per E-Mail, in der Sie den Kundenkontakt bestreiten.
Sollte ich auf OMR-Rezensionen antworten?
Dies kommt auf den Einzelfall an. Bei konstruktiven Bewertungen kann sich eine Antwort empfehlen – z. B. ein kurzer Dank. Auf Fake-Bewertungen sollten Sie hingegen nicht antworten. Zu groß ist die Gefahr, selbst unsachlich zu werden, Anschuldigungen aufzustellen oder aus Versehen falsche Tatsachen einzuräumen. Das Löschen ist in diesem Fall der sinnvolle Weg.
Muss ich mich auf OMR bewerten lassen?
Ja. Nutzer haben das Recht, Software auf OMR zu bewerten. Dies ist durch die Meinungsfreiheit geschützt. Eine Möglichkeit, Bewertungen pauschal zu deaktivieren, existiert nicht. OMR bewegt sich damit im rechtlichen Rahmen. Gelöscht werden können lediglich konkrete Bewertungen.
Soll ich Bewertungen selbst melden oder direkt zum Anwalt gehen?
Theoretisch können Sie OMR selbst auffordern, eine negative, rechtswidrige Bewertung zu löschen. Sie gehen jedoch das Risiko ein, falsch zu argumentieren, wodurch die Löschung unnötig herausgezögert wird. Die rechtliche Expertise eines Anwalts gibt Ihnen mehr Sicherheit. Spätestens wenn OMR eine Bewertung trotz Rechtsverstoß nicht löscht, sollten Sie sich juristisch beraten lassen. In diesem Fall kommen weitere Schritte wie eine einstweilige Verfügung infrage.