Wie kann ich negative OMR-Bewertungen löschen lassen?
Negative oder falsche OMR-Bewertungen können Software-Anbietern erheblich schaden. Erfahren Sie, wann OMR Reviews Bewertungen löschen muss und wie ein Anwalt helfen kann.
Lesedauer: 13 Minuten


Negative OMR-Bewertungen lassen sich löschen, wenn sie gegen die Richtlinien des Portals oder geltendes Recht verstoßen. In diesen Fällen ist OMR verpflichtet, die Bewertung zu prüfen und gegebenenfalls zu entfernen. Ein spezialisierter Rechtsanwalt kann helfen, den Löschungsanspruch rechtssicher und zuverlässig durchzusetzen.
Gerade für Software-Anbieter, Agenturen und B2B-Dienstleister können schlechte Bewertungen auf OMR Reviews erhebliche Folgen haben. Sie beeinflussen die Sichtbarkeit, das Vertrauen potenzieller Kunden und im Zweifel auch die Kaufentscheidung. Umso wichtiger ist es, rechtswidrige Bewertungen nicht einfach hinzunehmen.
OMR-Bewertungen löschen lassen – die 5 wichtigsten Punkte
- Nicht jede negative Bewertung auf OMR lässt sich löschen. Subjektive Meinungen und wahre Tatsachenbehauptungen müssen meist hingenommen werden.
- Nicht erlaubt sind falsche, ehrschädigende Behauptungen, Beleidigungen und Schmähkritik.
- Bewertungen ohne echten Kundenkontakt sind ebenfalls verboten. Im Kontext von OMR heißt das: Nur Personen, die eine Software tatsächlich genutzt haben, dürfen diese bewerten.
- OMR muss Bewertungen prüfen, sobald das Portal über einen möglichen Rechtsverstoß informiert wird. Dafür können Sie OMR direkt anschreiben oder einen Rechtsanwalt beauftragen.
- Juristische Hilfe empfiehlt sich besonders bei komplexen Sachverhalten, wenn OMR Reviews nicht reagiert oder sich weigert, eine rechtswidrige Bewertung zu löschen.
Was ist OMR Reviews?
OMR Reviews ist eine führende Plattform für B2B-Software-Bewertungen im DACH-Raum. Die Seite wurde vom Hamburger Unternehmen Software Reviews GmbH ins Leben gerufen und hilft Nutzern beim Software-Vergleich. Dabei richtet sich OMR primär an Geschäftskunden.
Erklärtes Ziel der Plattform ist es, Software-Erfahrungen für Unternehmen sichtbar zu machen. Darüber hinaus betreibt OMR einen eigenen Podcast, einen Content Hub mit Fachartikeln sowie Webinare.
Hilfe bei Software-Entscheidungen
Die Website omr.com präsentiert Software in mehr als 100 Kategorien: von KI-Tools über Sicherheitssoftware bis zu Übersetzungen und Online-Verkaufsplattformen.
Leser finden zu jeder Software-Lösung eine Beschreibung sowie eine Übersicht über Features, Preise und Alternativen. Zu den bekannten Software-Lösungen gehören beispielsweise Miro im Bereich Visual Collaboration Platforms und Shopify im E-Commerce-Bereich.
Business-Lösungen für Unternehmen
OMR Reviews beschränkt sich nicht nur auf Software-Kategorien. Auf dem Portal können sich auch Anbieter von Business Services genauer vorstellen, zum Beispiel B2B-Marketing-Agenturen, Webdesigner oder Firmen, die B2B-Tech-Content anbieten.
Wie funktionieren Bewertungen auf OMR Reviews?
Ein wichtiges Feature von OMR Reviews ist die Bewertungsfunktion. Nutzer können Tools auf der Plattform bewerten. Dabei nutzt OMR – wie die meisten Bewertungsportale – ein Sterne-System. 1 Stern entspricht der schlechtesten, 5 Sterne der besten Bewertung.
Bewertungen werden anhand von 4 Kategorien vergeben:
- Benutzerfreundlichkeit
- Kundensupport
- Erfüllung der Anforderungen
- Einfache Einrichtung
Außerdem müssen Rezensenten angeben, was ihnen am besten gefällt, was ihnen nicht gefällt und welche Probleme sie mit dem Produkt lösen. Aus den abgegebenen Bewertungen berechnet OMR Reviews einen Durchschnitt von 1 bis 5, der direkt neben dem Namen der Software angezeigt wird.
Wer darf eine Bewertung auf OMR Reviews schreiben?
OMR hat den Anspruch, verifizierte Bewertungen und Rankings für Software zu veröffentlichen. Das spiegelt sich in den Nutzungsbedingungen wider: Nur echte Tool-Anwender – also Personen, die die Software tatsächlich nutzen oder genutzt haben – dürfen eine Bewertung abgeben.
Aus diesem Grund führt OMR für jede Rezension eine Identitätsprüfung durch. Das Portal weist in den Richtlinien darauf hin:
„Um sicherzustellen, dass Reviews von echten Tool-Anwender*innen stammen, überprüfen wir die Identität aller Bewertenden anhand ihres Namens sowie ihrer E-Mail-Adresse oder ihres LinkedIn™-Kontos.“
Damit ist das Bewertungssystem auf den ersten Blick geschlossener als zum Beispiel bei Google Maps, das keine Identitätsprüfung durchführt. Die Identitätsprüfung hat jedoch Einschränkungen: Ob ein Rezensent die Software tatsächlich genutzt hat, kann OMR nicht immer sicher feststellen. Dafür wären weitergehende Nachweise wie Rechnungen oder Nutzerprofile nötig, die in den OMR-Richtlinien nicht ausdrücklich genannt werden.
Warum sind positive OMR-Rezensionen so wichtig?
Viele B2B-Kunden vertrauen beim Software-Vergleich auf Bewertungen anderer Nutzer. OMR spielt hierbei eine wichtige Rolle, weil die Plattform sowohl online als auch offline eine starke Sichtbarkeit besitzt.
Große Reichweite von OMR
OMR Reviews gehört zu den führenden Plattformen für B2B-Software-Bewertungen im DACH-Raum. Das zeigt sich unter anderem an der Online-Followerschaft und Sichtbarkeit auf Social Media.
OMR kann 4.500 Instagram-Follower sowie fast 12.000 LinkedIn-Follower vorweisen. Dazu kommen rund 24.000 Newsletter-Lesende pro Ausgabe. Auch die Anzahl der Software-Bewertungen unterstreicht die Bedeutung von OMR Reviews.
| Software | Anzahl der Bewertungen (Stand: Juni 2026) |
|---|---|
| HubSpot Sales Hub | 520 |
| Canva | 708 |
| Notion | 299 |
Dazu kommt die Offline-Präsenz von OMR. Jährlich findet in Hamburg das OMR-Festival statt, eines der größten Branchen-Events für digitales Marketing und E-Commerce in Europa. Allein im Jahr 2025 waren dort 67.000 Besucher zu Gast.
OMR Review Badges
Wer auf OMR positiv bewertet wird, kann sich in den Suchergebnissen höher platzieren als Konkurrenten und dadurch mehr Interessenten anziehen. Das gilt besonders dann, wenn ein Anbieter das OMR Review Badge erhält.
Dieses Gütesiegel wird quartalsweise vergeben und zeichnet Anbieter mit hoher Kundenzufriedenheit aus. Positive Bewertungen spielen dafür eine entscheidende Rolle.
OMR Top 100
Eine weitere Möglichkeit, mehr Sichtbarkeit zu erlangen, ist eine Platzierung in den OMR Top 100. Diese Rangliste präsentiert die 100 bestbewerteten Software-Lösungen pro Kalenderjahr. Ausschlaggebend sind sowohl der Bewertungsdurchschnitt als auch die Anzahl der Bewertungen.
Wie können sich negative OMR-Bewertungen auswirken?
Negative Bewertungen können dafür sorgen, dass Ihre Software im Ranking absteigt und hinter Konkurrenzprodukten angezeigt wird. Das gilt besonders für neue Tools, die noch nicht viele Bewertungen gesammelt haben. Bereits eine schlechte Bewertung kann den Gesamtdurchschnitt deutlich senken.
Im hart umkämpften B2B-Software-Markt bedeutet das: Viele Kunden entscheiden sich für eine alternative Lösung. Auch potenzielle Partner und Investoren können durch negative Rezensionen abgeschreckt werden. Weniger Umsatz kann die Folge sein.
Welche Bewertungen sind auf OMR verboten?
Wer im Internet Bewertungen abgibt, muss sich sowohl an die Richtlinien des Portals als auch an geltendes Recht in Deutschland halten. Auf OMR können insbesondere folgende Beiträge unzulässig sein:
Beleidigungen und Schmähkritik
Offensichtliche Beleidigungen werden auf Bewertungsplattformen wie OMR häufig automatisch blockiert. Dafür sorgen Wortfilter, die Beiträge auf unflätige Formulierungen prüfen. Doch nicht jede Beleidigung ist sofort erkennbar.
Eine subtilere Form stellt die Schmähkritik dar. Hierbei werden Personen oder Unternehmen diffamiert, ohne dass eine sachliche Auseinandersetzung stattfindet. Ein Beispiel wäre die Aussage: „Das Team ist komplett unfähig und betrügerisch.“
Wichtig: Ob es sich um Schmähkritik handelt, kann nur im Einzelfall entschieden werden. Selbst harsche oder polemische Formulierungen können erlaubt sein, wenn ein Sachbezug erkennbar ist, zum Beispiel die Kritik an einem konkreten Verhalten eines Dienstleisters.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Artikel Was ist Schmähkritik – und welche Äußerungen fallen darunter?
Falsche Tatsachenbehauptungen
Die Meinungsfreiheit genießt in Deutschland einen hohen Schutz. Dies gilt auch für Bewertungsportale wie OMR. Kunden dürfen ihre persönliche Meinung zu Software-Lösungen und Dienstleistungen teilen.
Strengere Anforderungen gelten für Tatsachenbehauptungen, also Behauptungen, die objektiv wahr oder falsch sind. Verletzen diese Behauptungen andere Personen oder Unternehmen in ihrer Ehre, müssen sie sich beweisen lassen.
Folgende Beispiele zeigen den Unterschied zwischen subjektiver Meinung und ehrschädigender Tatsachenbehauptung:
| Bewertung | Einordnung |
|---|---|
| „Das Tool war mir zu kompliziert.“ | Subjektive Meinung |
| „Der Support hat mir nicht schnell genug geholfen.“ | Subjektive Meinung |
| „Ich finde das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht gut.“ | Subjektive Meinung |
| „Ich würde das Tool nicht weiterempfehlen.“ | Subjektive Meinung |
| „Diese Agentur betrügt ihre Kunden.“ | Ehrschädigende Tatsachenbehauptung |
| „Die Firma hat meine persönlichen Daten weitergegeben.“ | Ehrschädigende Tatsachenbehauptung |
| „Es handelt sich um eine illegale Scheinfirma.“ | Ehrschädigende Tatsachenbehauptung |
Die Beweislast liegt beim Verfasser. Wer online behauptet, eine Firma würde Kunden betrügen, muss diese Behauptung beweisen können. Nicht nachweislich wahre, ehrschädigende Behauptungen verletzen das Persönlichkeitsrecht und können nach § 186 StGB als üble Nachrede strafrechtlich relevant sein. Weiß der Verfasser selbst, dass seine Aussage unwahr ist, kommt § 187 StGB wegen Verleumdung in Betracht.
Bewertungen ohne Kundenkontakt
OMR erlaubt nach eigenen Angaben nur Reviews von Personen, die das bewertete Tool tatsächlich genutzt haben. Dies ist auch juristisch relevant.
Zwar fallen Meinungsäußerungen unter den Schutzbereich von Art. 5 GG. Sie müssen jedoch einen tatsächlichen Anknüpfungspunkt haben. Wer nie Kontakt mit einem Unternehmen oder dessen Leistungen hatte, darf dieses Unternehmen grundsätzlich nicht bewerten (vgl. LG Hamburg, Urteil vom 12.01.2018 – 324 O 63/17).
OMR Reviews muss im Streitfall nachweisen, dass hinter der Rezension ein echter Nutzer steckt. Andernfalls kann die Rezension rechtswidrig sein.
Wichtig: Laut eigenen Angaben lehnt OMR viele Bewertungen bereits im Vorfeld ab, wenn Zweifel am Kundenkontakt bestehen. Das ersetzt jedoch nicht die gesetzlich geforderte Prüfpflicht. Wird das Portal auf eine Fake-Bewertung hingewiesen, muss es den Kundenkontakt überprüfen und Belege vom Verfasser fordern. Ansonsten kann OMR für den Rechtsverstoß haften.
Bewertung von Mitbewerbern
Wer eigene Erfahrungen mit einer Software gemacht hat, darf grundsätzlich eine Bewertung abgeben. Das gilt jedoch nicht, wenn die Software von einem Mitbewerber stammt. Dann liegt regelmäßig ein Interessenkonflikt vor. Auch das Bewerten eigener Software ist auf OMR verboten.
Verstöße gegen den Datenschutz
Rezensenten dürfen in ihrer Bewertung keine personenbezogenen Daten nennen. Dazu zählen etwa Klarnamen, Adressen, Telefonnummern oder andere Informationen, durch die eine Person eindeutig identifizierbar wird.
Weitere Verstöße
Auch die folgenden Inhalte sind durch OMRs Community Guidelines ausgeschlossen:
| Verstoß | Beispiel |
|---|---|
| Bewertungen unter falschem Namen | Nicht der Rezensent, sondern ein Familienmitglied hat die Software genutzt. |
| Duplikate | Die Bewertung wurde aus einer externen Quelle kopiert. |
| Förderung wettbewerbswidriger Handlungen | Die Bewertung enthält Werbung für ein rechtswidriges Schneeball-System. |
| Verletzung der Rechte Dritter | Die Bewertung enthält urheberrechtlich geschütztes Material. |
Wie kann ich eine negative OMR-Bewertung löschen lassen?
Verstößt eine Bewertung gegen die OMR-Richtlinien oder geltendes Recht, muss sie gelöscht werden. Dieser Anspruch lässt sich auf zwei Wegen durchsetzen: durch eine direkte Meldung an OMR oder durch anwaltliche Unterstützung.
Bewertung per E-Mail an OMR melden
Als Hostprovider ist OMR verpflichtet, auf die Beanstandung von Inhalten zu reagieren, diese zu prüfen und gegebenenfalls zu löschen. Für diese Beanstandung oder Rüge ist keine spezielle Form vorgeschrieben. Sie können sich beispielsweise per E-Mail an den OMR-Support wenden.
Damit die Beanstandung bearbeitet werden kann, sollte sie ausreichend konkret sein. Folgende Angaben sind sinnvoll:
- eigene Kontaktdaten inklusive OMR-Nutzerprofil
- Verfasser, Datum und Text der Bewertung, idealerweise als Screenshot
- konkreter Grund, warum die Bewertung gelöscht werden muss
Vor allem der letzte Punkt stellt juristische Laien häufig vor Herausforderungen. Ein allgemeiner Hinweis wie „die Bewertung ist rechtswidrig“ reicht nicht aus. Der Rechtsverstoß muss konkret dargelegt werden.
Allerdings hat der Bundesgerichtshof die Darlegungspflicht eingeschränkt (vgl. BGH, Urteil vom 09.08.2022, VI ZR 1244/20). In diesem Urteil ging es um den Streitpunkt mangelnder Kundenkontakt. Der BGH entschied:
„Grundsätzlich genügt ein Bestreiten des Kundenkontakts, um die Prüfpflichten des Bewertungsportals auszulösen. Eine Begründung, warum der Kundenkontakt bestritten wird, muss nicht dargelegt werden. Dies gilt selbst dann, wenn Angaben vorliegen, die für einen Kontakt sprechen.“
Für Rezensionen auf OMR bedeutet das: Software-Anbieter können eine Bewertung beispielsweise mit folgendem Grund beanstanden:
„Die Bewertung stammt von einem Rezensenten, der nie eigene Erfahrungen mit unserem Produkt gemacht hat.“
Eine solche Beanstandung führt nicht automatisch dazu, dass die Bewertung gelöscht wird. Sie zwingt OMR jedoch dazu, den Verfasser zu kontaktieren und eine Stellungnahme zu verlangen. Erfolgt keine Stellungnahme, muss OMR die Bewertung löschen.
Äußert sich der Verfasser hingegen und liefert Nachweise für einen Kundenkontakt, zum Beispiel zur Nutzung der Software, leitet OMR diese Nachweise an den Software-Anbieter weiter. Dieser kann anschließend selbst Stellung nehmen. Danach entscheidet OMR, ob die Bewertung gelöscht wird oder online bleibt.
Bewertung von einem Rechtsanwalt löschen lassen
Theoretisch können Sie rechtswidrige Bewertungen selbst an OMR melden. In der Praxis führt dieser Weg jedoch nicht immer zum Erfolg.
Vor allem bei komplexen Sachverhalten fällt es Laien schwer, den richtigen Grund für die Beanstandung zu wählen. Handelt es sich um eine falsche Tatsachenbehauptung, Schmähkritik oder einen fehlenden Kundenkontakt? Wer falsch argumentiert, riskiert, dass OMR die Prüfung der Rezension ablehnt.
Auch der zeitliche Rahmen ist entscheidend. Bewertungsportale reagieren oft nur langsam auf Anfragen von Nicht-Juristen. Es kann mehrere Tage oder Wochen dauern, bis das Portal eine Entscheidung trifft. So lange bleibt die negative Bewertung online und schadet Ihrer Reputation.
Als Rechtsanwaltskanzlei mit Fokus auf IT- und Medienrecht unterstützen wir Sie. Wir sorgen dafür, dass OMR seine Prüfpflicht innerhalb einer angemessenen Frist einhält. Sollte keine Prüfung erfolgen oder wird eine Bewertung trotz Rechtsverstoß nicht entfernt, können wir weitere rechtliche Schritte für Sie ergreifen.
Sie haben eine rechtswidrige Bewertung auf OMR erhalten? Dann wenden Sie sich noch heute an uns und profitieren Sie von unserer kostenlosen Erstberatung.
Unser Team freut sich auf Ihre Anfrage.
E-Mail: reputation@dein-ruf.de
Telefon: +49 (0) 30 29 68 11 18
WhatsApp: +49 160 97 21 12 27
FAQ: Negative OMR-Bewertungen löschen lassen
Kann ich jede negative Bewertung auf OMR löschen lassen?
Nein. Bewertungen auf OMR Reviews können negativ, aber trotzdem zulässig sein. Das gilt vor allem für subjektive Meinungsäußerungen. Werden jedoch Tatsachen behauptet, die dem Ruf eines Software-Anbieters schaden und nicht erwiesenermaßen wahr sind, liegt ein Rechtsverstoß vor. Dasselbe gilt für Beleidigungen, Schmähkritik oder Bewertungen ohne Kundenkontakt.
Muss ich beweisen, dass der Bewerter kein Kunde war?
Nein. Die Beweispflicht liegt grundsätzlich nicht bei Ihnen, sondern beim Portal beziehungsweise beim Bewerter. OMR muss prüfen, ob die Bewertung von einem tatsächlichen Nutzer des Tools oder der Dienstleistung stammt. Voraussetzung ist eine konkrete Rüge, zum Beispiel per E-Mail, in der Sie den Kundenkontakt bestreiten.
Sollte ich auf OMR-Rezensionen antworten?
Das kommt auf den Einzelfall an. Bei konstruktiven Bewertungen kann eine sachliche Antwort sinnvoll sein. Auf Fake-Bewertungen oder klar rechtswidrige Bewertungen sollten Sie hingegen vorsichtig reagieren. Eine unbedachte Antwort kann spätere Löschungsmaßnahmen erschweren. In solchen Fällen ist die rechtliche Prüfung meist der bessere Weg.
Muss ich mich auf OMR bewerten lassen?
Ja. Nutzer haben grundsätzlich das Recht, Software und Dienstleistungen auf OMR zu bewerten. Dies ist durch die Meinungsfreiheit geschützt. Eine pauschale Deaktivierung der Bewertungsfunktion ist in der Regel nicht möglich. Gelöscht werden können nur konkrete rechtswidrige Bewertungen.
Soll ich Bewertungen selbst melden oder direkt zum Anwalt gehen?
Sie können OMR grundsätzlich selbst auffordern, eine negative, rechtswidrige Bewertung zu löschen. Bei falscher Argumentation kann sich die Löschung jedoch unnötig verzögern. Ein spezialisierter Anwalt hilft, den Rechtsverstoß präzise darzulegen und das Portal zur Prüfung zu bewegen. Spätestens wenn OMR nicht reagiert oder die Löschung ablehnt, sollten Sie juristische Hilfe in Anspruch nehmen.